KI-Bildgenerierung: Was deutsche Unternehmen wissen müssen
KI-Bildgenerierung transformiert Content-Erstellung. DALL-E, Midjourney, Stable Diffusion—diese Tools sind überall. Unter dem EU AI Act sind sie nicht Hochrisiko, haben aber spezifische Transparenzanforderungen.
Die Transparenzanforderung
KI-generierte Bilder, die mit echtem Inhalt verwechselt werden könnten, müssen als künstlich generiert gekennzeichnet werden. Das gilt für Deepfakes, synthetische Medien und fotorealistische KI-Inhalte.
Die Anforderung zielt auf Täuschungspotenzial. Wenn Ihre KI Bilder erstellt, die Menschen für Fotos halten könnten, brauchen diese Bilder klare Offenlegung.
Was das praktisch bedeutet
Wenn Sie KI nutzen, um Marketing-Bilder, Produktvisuals oder kreative Inhalte zu generieren, überlegen Sie, ob das Ergebnis mit authentischen Fotografien verwechselt werden könnte. Stilisierte Illustrationen brauchen typischerweise keine Kennzeichnung. Fotorealistische Gesichter oder Szenen schon.
Die Offenlegung muss maschinenlesbar sein, wo technisch machbar. Das bedeutet Metadaten-Kennzeichnung, nicht nur sichtbare Wasserzeichen—obwohl sichtbare Offenlegung auch für Hochrisiko-Kontexte empfohlen wird.
Anbieter- vs. Betreiber-Pflichten
KI-Bildgenerierungsplattformen (Anbieter) müssen Offenlegungsfähigkeiten einbauen und Nutzer über Pflichten informieren. Unternehmen, die diese Tools nutzen (Betreiber), müssen tatsächlich angemessene Offenlegung für ihre spezifischen Anwendungsfälle implementieren.
Wenn Sie eine Bildgenerierungs-API nutzen, sind Sie verantwortlich für ordnungsgemäße Offenlegung der Outputs, die Sie veröffentlichen.
Urheberrechtliche Überlegungen
Über AI-Act-Anforderungen hinaus werfen KI-generierte Bilder Urheberrechtsfragen nach deutschem Recht auf. Trainingsdaten-Fragen, Originalitätsanforderungen und Eigentum an KI-Outputs bleiben rechtlich ungeklärt. Dokumentieren Sie Ihre Nutzung sorgfältig.
So hilft Compound Law
- Bewertung von Offenlegungsanforderungen für Ihre Anwendungsfälle
- Implementierungsanleitung für Transparenzpflichten
- Policy-Entwicklung für KI-generierte Inhalte
- Urheberrechts-Risikobewertung für generative KI
- Laufende Compliance-Überwachung
Häufig gestellte Fragen
Brauchen KI-Illustrationen Offenlegung? Stilisierte Illustrationen typischerweise nicht. Fotorealistische Bilder, die mit Fotografien verwechselt werden könnten, schon.
Welche Art von Offenlegung ist erforderlich? Maschinenlesbare Metadaten wo machbar, plus klare Offenlegung an Endnutzer wenn Inhalt mit echtem verwechselt werden könnte.
Wer ist verantwortlich—der KI-Anbieter oder wir? Beide haben Pflichten. Anbieter müssen Offenlegung ermöglichen; Betreiber müssen sie angemessen implementieren.